Ausstellung Sternenkinder

Der Umgang mit Trauer und Tod ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema.

Die Ausstellung “STERNENKINDER - WENN DIE WIEGE LEER BLEIBT…” möchte dazu beitragen, dieses wichtige Thema sichtbar und nahbar zu machen. Sie soll zur Enttabuisierung beitragen, aufklären und informieren, Trauernde unterstützen sowie den Austausch, die Vernetzung und die Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen fördern.

Hier finden Sie unseren Flyer STERNENKINDER - WENN DIE WIEGE LEER BLEIBT...

AUSSTELLUNGSDAUER

03.11. - 12.11.26

WEIDEN

City Center Weiden
Schillerstraße 11, 92637 Weiden

ÖFFNUNGSZEITEN
Montag - Donnerstag: 9.00 - 16.30 Uhr
Freitag: 9.00 - 14.30 Uhr

PERSÖNLICH FÜR SIE VOR ORT
Dienstag: 03.11.26 | 11.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 05.11.26 | 11.00 - 12.00 Uhr
Dienstag: 10.11.26 | 11.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 12.11.26 | 11.00 - 12.00 Uhr


17.11. - 26.11.26

KEMNATH

Familien- und Bürgerzentrum Mittendrin
Trautenbergstraße 8, 95478 Kemnath

ÖFFNUNGSZEITEN
Montag - Freitag: 8.30 - 12.30 Uhr
Dienstag: 15.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 15.00 - 18.00 Uhr

PERSÖNLICH FÜR SIE VOR ORT
Dienstag: 17.11.26 | 17.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch: 25.11.26 | 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten frei zugänglich.

BEGLEITPROGRAMM

STERNENKINDER

Ein Film über Leben, Verlust und das, was bleibt
DI | 03.11.26 | 19 Uhr in Weiden
DONUM VITAE Weiden | Schillerstr. 11
DI | 17.11.26 | 18.30 Uhr in Kemnath 
Familien- und Bürgerzentrum Mittendrin | Trautenbergstr. 8
Eintritt frei!
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig telefonisch oder per E-Mail an. 
 

Wir zeigen den Film “Sternenkinder” des Medienprojekts Wuppertal und laden anschließend zu einem offenen Gespräch über Aschied, Trauer und Erinnerungen ein. 

Ein Leben entsteht, die Eltern freuen sich auf ihr Baby. Und plötzlich erfahren sie bei Untersuchungen von ihren Ärzten oder Hebammen: Das Baby ist tot. Aus einem Traum wird ein Alptraum. Eine betroffene Mutter erinnert sich: »Und dann hieß es nur noch: Es tue ihnen sehr leid, sie könnten für unser Kind nichts mehr machen!« 

Der Film porträtiert vier Sternenkindereltern, die offen vom Umgang mit ihrem Verlust erzählen: Wie sie sich erst auf ihre Babys freuten, vom Schock der Todesnachricht und dem zweiten Schock, das tote Baby nun natürlich zu gebären, von der Geburt und der verunsicherten Freude über ihr Baby und den Kontakten mit ihm und ihrer Trauer. Dann kommt das Abschiednehmen im Krankenhaus und später ein zweites Mal bei der Beerdigung. Die Betroffenen erzählen vom Umgang mit der eigenen Trauer und mit der Hilflosigkeit aller in ihrem Umfeld, der Verarbeitung und Veränderung der intensiven und langanhaltenden Trauer und Verwundung, der Erinnerung an ihre Babys und von ihren Ritualen, vom Besuch von Trauergruppen und deren Bedeutung für die eigene Verarbeitung. »Die Gruppe war wie eine Erleichterung, weil diese Menschen wirklich verstanden haben, wie es uns geht«, erklärt ein Vater.

Die Betroffenen berichten auch, wie sie mit weiteren Kinderwünschen und Geschwisterkindern umgingen und welche Bedeutung ihr Verlust für die Liebesbeziehungen der Paare hat. »Mein Mann und ich sind ja gemeinsam durch diese Trauerphase gegangen und das war ein riesiges Geschenk für unsere Beziehung, weil ich wusste, wenn ich existenziell nicht mehr kann, ist er da und ich kann mich dann absolut auf ihn verlassen. Das hat unsere Liebe unheimlich vertieft«, sagt eine betroffene Mutter.

Der Film will das Schweigen über diese traurigen Geburten und die lang anhaltende Trauer der Eltern um ihre viel zu früh gestorbenen Kinder brechen und Umgangsmöglichkeiten mit dem Verlust durch die Trauerverarbeitung in Gruppen aufzeigen. 

www.medienprojekt-wuppertal.de/sternenkinder

 


EIN KIND IN DEN STERNEN

Lesung und Buchgespräch mit Uli Michel
FR | 06.11.26 | 19 Uhr
Lesecafe Regionalbibliothek Weiden
In Zusammenarbeit mit der Regionalbibliothek Weiden 
Eintritt frei!
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 
 

Die Hebamme, Traumafachberaterin und Expertin für Verlusterfahrungen Uli Michel gilt als eine der Pionierinnen für die professionelle Begleitung von Sterneneltern. An diesem Abend spricht sie über existentielle Erfahrungen, die selten geteilt werden – über das, was Eltern, Familien, Fachleute und Begleitende bewegt, wenn ein Kind still geboren wird. Sie erzählt von Begegnungen, die in das Buch eingeflossen sind, und von Momenten, in denen Zuhören und mit Aushalten wichtiger war als jedes Wort. 

Uli Michel gelingt es einfühlsam und mit großer Klarheit, Worte für das Unfassbare zu finden und Perspektiven zu öffnen, wie Eltern Schritt für Schritt ihren Weg finden können und die Liebe zum Leben bewahren.

Die Lesung richtet sich an Eltern, Angehörige, Nachbarn, Freunde, Arbeitgeber*innen und an alle Menschen, die beruflich mit Verlust und Krisen in Berührung kommen – Psycholog*innen, Hebammen, Heilpraktiker*innen, Pflegekräfte, Ärzt*innen, Bestatter*innen, Seelsorger*innen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen.

www.uli-michel.de 

 


STERNENELTERN BEGLEITEN

Fortbildung für Fachpersonen mit Daniela Nuber-Fischer
MI | 11.11.26 | 9.30 bis 16 Uhr
Klinikum Weiden (Am Schwesternheim 4)
In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik/Kliniken Nordoberpfalz AG
Kosten: 65 Euro inkl. Verpflegung
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig telefonisch oder per E-Mail an.
 

Daniela Nuber-Fischer leitet in München die Sternenkindersprechstunde am Haus der Familie und berät Eltern(paare) nach einem Verlust vor, während oder nach der Geburt unabhängig von der Schwangerschaftswoche bis hin zu Folgeschwangerschaften. Sie ist Gfg®-Familienbegleiterin und ausgebildete systemische Familienberaterin. Regelmäßig bietet sie Fortbildungen für Fachpersonen an. 

Im Jahr 2022 wurde sie als eine von 10 „Starken Frauen Bayerns“ vom Sozialministerium für ihr Engagement in dem Bereich ausgewählt und portraitiert: https://www.bayerns-frauen.de/. Auf ihrem Instagram Account @sternenelternbegleiten und im Podcast „Sterneneltern begleiten“ mit ihrer Kollegin Sabine Agosta versucht sie die Themen Trauer und Begleitung von Sterneneltern aus der Tabu-Ecke zu holen. Daniela Nuber-Fischer hat 2 Söhne im Alter von 9 und 12 Jahren und eine Sternentochter, die 2012 still zur Welt kam.

Die Begleitung von Familien in der Schwangerschaft und rund um die Geburt kann auch die Begegnung mit Sterneneltern umfassen – mitten in einer akuten Verlustsituation oder noch Jahre später, wenn die Trauer wieder Raum braucht.

Die Fortbildung bietet die Möglichkeit, Wissen aufzufrischen, Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema zu reflektieren und einen ersten Einblick in die Begleitung von Sterneneltern zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen fachliche Impulse, die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung sowie der Austausch über Erfahrungen und Fragen aus der Praxis. So entsteht Raum für neue Perspektiven, mehr Sicherheit im Umgang mit betroffenen Familien und hilfreiche Impulse für die eigene berufliche Tätigkeit.

www.sterneneltern-begleiten.de